Bewertung

XGIMI Horizon 20: Bewertung 2026

XGIMI Horizon 20 im Detail: RGB-Triple-Laser, 3.200 ISO-Lumen, Lens Shift, optischer Zoom, Dolby Vision und 240 Hz. Für wen sich der 4K-Laserbeamer lohnt.

Redaktion von Beste Beamer Veröffentlicht am
XGIMI Horizon 20

XGIMI Horizon 20

4,2

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Der Horizon 20 ist der vielseitigste Beamer unserer Auswahl: Laserlicht, großer Farbraum und eine Optik, die sich fast überall aufstellen lässt. Wer Heimkino und Gaming ernst nimmt, bekommt viel Technik.

Stärken

  • RGB-Triple-Laser mit 110 % BT.2020 laut Hersteller
  • Mechanischer Lens Shift (V±120 % / H±45 %) und optischer Zoom 1,2–1,5:1
  • Dolby Vision, HDR10+ und IMAX Enhanced
  • Bis 240 Hz und 1 ms Latenz bei 1080p, VRR und ALLM
  • Google TV mit Netflix, 2 × 12 W Harman Kardon

Schwächen

  • Teuerstes Modell unserer Auswahl
  • Mit 4,8 kg kein Gerät zum Mitnehmen
  • Lens Shift deaktiviert Autofokus und automatische Trapezkorrektur

Der XGIMI Horizon 20 in Kürze

Der XGIMI Horizon 20 ist das Einstiegsmodell der Horizon-20-Serie, zu der auch ein Pro und ein Max gehören. Laut Notebookcheck startete die Serie im Oktober 2025 mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von etwa 1.700 € für das Basismodell; bei Amazon kostet er derzeit preis ansehen. Er ist damit das teuerste Gerät unserer Auswahl – bringt aber auch die meiste Technik mit: eine RGB-Triple-Laser-Lichtquelle, mechanischen Lens Shift, optischen Zoom, Dolby Vision und bis zu 240 Hz für Spieler.

Bei Amazon hat der Horizon 20 eine Durchschnittsnote von 4,2 von 5 Sternen aus 273 Bewertungen.

Wir haben die Angaben aus der deutschen Produktseite von XGIMI, der Produktbeschreibung bei Amazon und einem Bericht von Notebookcheck zusammengetragen. Ein eigener Versuch mit dem Gerät liegt dieser Bewertung nicht zugrunde.

Technische Daten laut Hersteller

MerkmalXGIMI Horizon 20 (XR13A)
AnzeigetechnikDLP, 0,47-Zoll-DMD
Auflösung3840 × 2160 (per Pixel-Shift)
LichtquelleRGB Triple Laser (X-Master)
Helligkeit3.200 ISO-Lumen
Kontrast20.000:1 (mit DBLE)
Farbraum110 % BT.2020
HDRDolby Vision, HDR10+, IMAX Enhanced
Projektionsverhältnis1,2–1,5:1, optischer und digitaler Zoom
Lens Shiftvertikal ±120 %, horizontal ±45 %
Bildgröße40–300 Zoll (empfohlen 60–150 Zoll)
Latenz (Spielmodus)1 ms bei 1080p/240 Hz, 2,2 ms bei 1080p/120 Hz, 3 ms bei 4K/60 Hz
ProzessorMediaTek MT9679, Mali-G52
SystemGoogle TV, Google Cast
Audio2 × 12 W Harman Kardon, Dolby Audio, DTS Virtual:X, DTS-HD
Anschlüsse2 × HDMI (HDMI 1 mit eARC), USB 3.0, USB 2.0, optischer Ausgang, Audio-Ausgang
FunkWi-Fi 6, Bluetooth 5.2
Geräusch≤ 28 dB in 1 m
Leistungsaufnahme≤ 180 W
Abmessungen / Gewicht249 × 298 × 190 mm (H × B × T) / 4,8 kg

Bild: RGB-Laser und großer Farbraum

Der wichtigste Unterschied zu LED- und Lampenbeamern ist die Lichtquelle. XGIMI verbaut einen RGB-Triple-Laser: Rot, Grün und Blau kommen jeweils aus einem eigenen Laser. Das erlaubt einen sehr großen Farbraum; XGIMI gibt 110 % BT.2020 an, gemessen im eigenen Labor. BT.2020 ist der Farbraum für UHD- und HDR-Inhalte und deutlich größer als Rec. 709, den etwa BenQ beim TK705i angibt. Die Farbgenauigkeit beziffert XGIMI mit ΔE unter 0,8 im Modus für hohe Farbgenauigkeit, mit SGS-Zertifikat.

Ein bekanntes Thema bei Laserbeamern ist „Speckle“, ein feines Glitzern auf hellen Flächen. XGIMI nennt dazu eine SGS-A+-Zertifizierung für geringe Speckle-Rate und geringe Farbsäume. Wie stark man das im eigenen Raum wahrnimmt, hängt auch von der Leinwand ab.

Die Helligkeit gibt XGIMI mit 3.200 ISO-Lumen an. Auch hier gilt: ISO- und ANSI-Lumen sind unterschiedliche Messverfahren, ein direkter Zahlenvergleich mit den 3.000 ANSI-Lumen des BenQ oder den 3.000 Lumen des Epson ist nicht seriös. Klar ist nur: Alle drei liegen in derselben Klasse, deutlich über kompakten Smart-Beamern wie dem Dangbei DBOX02 Pro mit 2.000 ISO-Lumen.

Der native Kontrast liegt laut Datenblatt bei 20.000:1, allerdings „mit DBLE aktiviert“, also mit dynamischer Lichtsteuerung. Unterstützt werden Dolby Vision, HDR10+ und IMAX Enhanced sowie der Filmmaker Mode. Dolby Vision bietet in unserer Auswahl sonst nur der Nebula Cosmos 4K SE.

4K: Was steckt hinter 3840 × 2160?

XGIMI nennt als Standardauflösung 3840 × 2160 Pixel und als Chip einen 0,47-Zoll-DMD. Texas Instruments, der Hersteller dieser Chips, gibt für seinen 0,47-Zoll-DMD DLP471TP ein Spiegelraster von 1920 × 1080 und eine Darstellungsauflösung von 4K UHD an. Wie BenQ erklärt, vervierfacht die DLP-Pixel-Shift-Technik die 1920 × 1080 Bildpunkte eines 0,47-Zoll-Chips auf 3840 × 2160. Das ist bei 4K-DLP-Beamern dieser Preisklasse üblich und liefert sichtbar mehr Details als Full HD, ist aber kein natives 4K.

Aufstellung: Lens Shift und optischer Zoom

Hier hebt sich der Horizon 20 am stärksten ab. Laut XGIMI ist es der erste Heimprojektor der Marke mit mechanischem Lens Shift: Das Bild lässt sich vertikal um ±120 % und horizontal um ±45 % verschieben, ohne den Beamer zu bewegen und ohne digitale Verzerrung. Dazu kommt ein optischer Zoom mit einem Projektionsverhältnis von 1,2 bis 1,5:1.

Rechnerisch bedeutet das für ein 100-Zoll-Bild (rund 2,21 m breit) einen Abstand von etwa 2,65 bis 3,3 m. Der Beamer kann also seitlich auf einem Regal oder höher als die Leinwand stehen, und das Bild bleibt trotzdem rechteckig und scharf. Für Wohnzimmer, in denen der Beamer nicht genau mittig stehen kann, ist das ein echter Vorteil gegenüber rein digitaler Trapezkorrektur.

Eine wichtige Einschränkung nennt XGIMI selbst in den Fußnoten: Lens Shift und Trapezkorrektur lassen sich nicht kombinieren. Sobald Lens Shift aktiv ist, schalten sich Autofokus, automatische Trapezkorrektur, Wandfarbanpassung und Augenschutz ab. Wer den Beamer fest installiert, stört das kaum; wer ihn oft umstellt, nutzt eher die automatische Einrichtung ISA 5.0 mit Trapezkorrektur, Fokus und Hinderniserkennung.

Die Bildgröße reicht laut XGIMI von 40 bis 300 Zoll, empfohlen werden 60 bis 150 Zoll. Der integrierte Standfuß ist verstellbar und erlaubt laut Produktbeschreibung bei Amazon sogar die Projektion an die Zimmerdecke. Als Projektionsarten nennt XGIMI vorne, hinten sowie Deckenmontage vorne und hinten.

Gaming: bis 240 Hz

Für Spieler bietet der Horizon 20 die schnellsten Werte unserer Auswahl. XGIMI nennt im Spielmodus 1 ms bei 1080p/240 Hz, 2,2 ms bei 1080p/120 Hz und 3 ms bei 4K/60 Hz. Dazu kommen VRR und ALLM gegen Ruckler und Tearing. Laut Amazon-Beschreibung gibt es außerdem eine Schatten-Optimierung, ein virtuelles Fadenkreuz und Spielmodi für verschiedene Genres. Für PC-Spieler mit schneller Grafikkarte oder eine Xbox Series X im 120-Hz-Modus ist das ein klarer Vorteil gegenüber dem BenQ TK705i, der bei 60 Hz endet.

Streaming, Ton und Anschlüsse

Laut XGIMI laufen auf dem integrierten Google TV Netflix, YouTube, Prime Video und weitere Apps; Netflix ist laut Produktbeschreibung bei Amazon lizenziert. Angetrieben wird das System von einem MediaTek MT9679. Bildschirmspiegelung funktioniert per Google Cast und DLNA.

Der Ton kommt aus 2 × 12 W Harman-Kardon-Lautsprechern mit Dolby Audio, DTS Virtual:X und DTS-HD. Für ein mittelgroßes Wohnzimmer ist das ordentlich, eine Soundbar über eARC (HDMI 1) bleibt für Heimkino aber die bessere Wahl. Weitere Anschlüsse: ein zweiter HDMI-Eingang, USB 3.0, USB 2.0, ein optischer und ein analoger Audioausgang, Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2.

Beim Geräusch nennt XGIMI höchstens 28 dB in einem Meter Abstand, gemessen im eigenen Labor. Mit 4,8 kg ist der Horizon 20 schwerer als der BenQ TK705i (3,8 kg), aber deutlich leichter als der Epson EH-TW7100 (6,9 kg).

Für wen eignet sich der Horizon 20?

Gut geeignet für:

  • Heimkino-Fans, die Dolby Vision, einen großen Farbraum und Laserlicht wollen.
  • Räume, in denen der Beamer nicht mittig vor der Leinwand stehen kann.
  • PC- und Konsolenspieler, die 120 oder 240 Hz nutzen.
  • Bilder über 120 Zoll in abgedunkelten Räumen.

Weniger geeignet für:

  • Wer ein knappes Budget hat – unter 1.200 € gibt es solide 4K-Alternativen.
  • Wer den Beamer regelmäßig mitnehmen will.
  • Wer Lens Shift und vollautomatische Einrichtung gleichzeitig nutzen möchte.

Alternativen

Günstiger und kompakter ist der BenQ TK705i mit 3.000 ANSI-Lumen, LED-Licht und motorisiertem Zoom, aber ohne Lens Shift. Wer ebenfalls Laserlicht und einen drehbaren Ständer will, aber weniger ausgeben möchte, findet im Dangbei DBOX02 Pro eine Alternative mit 2.000 ISO-Lumen. Klassische Heimkino-Optik mit Lens Shift bietet auch der Epson EH-TW7100, dann allerdings mit Lampe und ohne eingebautes Google TV.

Alle zehn Modelle im direkten Vergleich finden Sie in unserem Beamer-Vergleich 2026.

Unser Fazit

Der XGIMI Horizon 20 ist auf dem Papier der vielseitigste Beamer unserer Auswahl. RGB-Triple-Laser, 110 % BT.2020, Dolby Vision, mechanischer Lens Shift, optischer Zoom und 240 Hz – diese Kombination findet man in dieser Preisklasse selten. Die Schwächen sind überschaubar: der höhere Preis, das Gewicht und die Tatsache, dass Lens Shift die Automatikfunktionen abschaltet. Wer ein festes Heimkino mit hohem Anspruch an Farben plant oder viel spielt, wird mit dem Horizon 20 wahrscheinlich am glücklichsten.

Quellen

Häufige Fragen

Sind 3.200 ISO-Lumen heller als 3.000 ANSI-Lumen?

Das lässt sich so nicht sagen. ISO- und ANSI-Lumen werden nach unterschiedlichen Verfahren gemessen. Beide Werte liegen in einer ähnlichen Größenordnung, ein direkter Zahlenvergleich ist aber nicht seriös.

Hat der XGIMI Horizon 20 natives 4K?

XGIMI nennt 3840 × 2160 Pixel und einen 0,47-Zoll-DMD-Chip. Dieser Chip hat laut Texas Instruments 1920 × 1080 Spiegel; die 4K-Auflösung entsteht per Pixel-Shift.

Läuft Netflix offiziell auf dem Horizon 20?

Ja. Laut XGIMI und Produktbeschreibung bei Amazon ist Google TV mit lizenziertem Netflix integriert, dazu YouTube, Prime Video und weitere Apps.

Wie weit muss der Horizon 20 von der Leinwand entfernt stehen?

XGIMI nennt ein Projektionsverhältnis von 1,2 bis 1,5:1. Für ein 100-Zoll-Bild (rund 2,21 m breit) ergibt das rechnerisch etwa 2,65 bis 3,3 m.

Kann der Horizon 20 an die Decke projizieren?

Ja. Der integrierte, verstellbare Standfuß erlaubt laut Hersteller auch Projektionen an die Zimmerdecke; außerdem unterstützt das Gerät Deckenmontage vorne und hinten.